Vorstand nach Mitgliederversammlung wieder vollzählig
18.03.2026
Erna Erbe ist nach der Mitgliederversammlung am 17. März einstimmig zur 2. Vorsitzenden gewählt worden, genauso wie Eva-Maria Neumann und Margret Kern-Bechtold im Drelländermuseum von Lörrach einstimmig in den Vorstand gewählt wurden.
Nach dem Ableben des zweiten Vorsitzenden Wolfgang Gottschalk im vergangenen Jahr wurde Erna Erbe aus Wittlingen einstimmig zur zweiten Vorsitzenden gewählt. Waltraud Bernhardt wurde nach zwei Jahrzehnten im Vorstand ebenfalls als Beisitzerin mit Blumen und Würdigungen verabschiedet. Dafür wurden Eva-Maria Neumann aus Weil am Rhein und Margret Kern-Bechtold aus Grenzach-Wyhlen einstimmig in den Vorstand gewählt.
Erna Erbe und Eva-Maria Neumann waren viele Jahren lang auch als professionelle Koordinatorinnen der rund 40 ehrenamtlichen Aktiven in der Regionalgruppe der IGSL (Internationale Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand e.V.) tätig. Sie verfügen über die entsprechenden Ausbildungen und Kompetenzen in dem weiten Spektrum zwischen Sterbe- und Trauerbegleitung, über Palliative-Care-Qualifikationen und waren ein eingespieltes Team gemeinsam mit der langjährigen Koordinatorin Silvia Böheim, die bis Ende 2024 bei der Hospizgruppe angestellt war und nach wie vor die von ihr initiierte regionalen Qualifizierungskurse für künftige ehrenamtliche Aktive organisiert und betreut.
Dafür haben im Berichtsjahr 2025 erstmals die beiden aktuellen Koordinatorinnen Steffi Sproß und Daniela Seitz ein „empathisches, sehr motiviertes und engagiertes Team“ gebildet, wie der Vorsitzende Tonio Paßlick angesichts eines besonders herausfordernden Jahres betonte. Denn wie in dem erfrischend lebendig illustrierten und verständlich vorgetragenen Jahresbericht durch die beiden Koordinatorinnen deutlich wurde, war neben dem Umzug von Grenzach-Wyhlen in eine größere „Wirkstatt“ im Zentrum von Weil am Rhein auch eine Reihe struktureller Veränderungen einher gegangen. Neue erweiterte Flyer, eine runderneuerte Website, die genauso wie die Social-Media-Beiträge vom Vorsitzenden gepflegt wird, die gestärkten Kooperationen mit Pflegeheimen und andere strategische Ziele wurden erreicht, während gleichzeitig die Trauer-Angebote so vielseitig wurden, dass sie bei rund 5500 geleisteten Stunden der Aktiven erstmals so umfangreich waren wie die „Sterbe-Begleitungen“.
Lieber sprechen der Vorstand um Tonio Paßlick, dem Schatzmeister Hans Hartl, dem Schriftführer Michael Braun, den Beisitzerinnen Irène Passlick, Marion Koller und Waltraud Bernhardt von „Lebensbeistand“. Die fachlich geschulten Ehrenamtlichen begleiten im Sinne der Hospizidee Sterbende und ihre Familien zuhause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim. Darüber hinaus bietet die Hospizgruppe Menschen, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind, Beratung und Unterstützung an. Dies kann ein einmaliges Gespräch nach Diagnosestellung sein oder eine längerfristige Begleitung während der Erkrankung. Und zwar in einem mit den beiden anderen ambulanten Hospizgruppen des Landkreises abgestimmten Wirkungsbereich in den drei großen Kreisstädten und den Gemeinden zwischen Eimeldingen, Grenzach-Wyhlen und Schwörstadt.
Schatzmeister Hans Hartl konnte schwarze Zahlen vorlegen. Nach einer Punktlandung 2024 blieb jetzt sogar ein Überschuss, der allerdings vor allem einer guten strategischen Vorausplanung und dem Wirken des neuen Fördervereins zu verdanken war, der die wesentlich höheren Mietkosten und die Ersteinrichtung in der neuen Wirkstatt mit seinen Beiträgen abfederte.
Dessen Vorsitzendem Ulrich May und dem Vorstand des Fördervereins, der auch Benefizkonzerte in der Region organisiert, galt ein besonderer Dank des Vorsitzenden. Überhaupt war Dankbarkeit die Grundstimmung des Abends im Dreiländermuseum, darin eingeschlossen waren alle Aktive, aber auch die rund 250 Passivmitglieder der Gruppe, die Sponsoren, Gönner, Kooperationspartner und Multiplikatoren. Für die Landrätin sprach die Sozialdezernentin Elke Zimmermann-Fiscella diesen Dank an das ehrenamtliche Wirken als „Anker der sozialen Beziehungen“ unter den Menschen aus.
Eine perfekte Kassenführung bescheinigten die Kassenprüferinnen Regina Korsch und Renate Braun. Letztere wurde für zwei weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt. Die Neuwahlen des Vorstandes sind satzungsgemäß erst wieder in zwei Jahren vorgesehen. Die frühere Vorsitzende Christa Häfner schilderte das fruchtbare Bemühen um eine Palliativ-Abteilung im neuen Zentralklinikum durch die engagierte Arbeit des Arbeitskreises „Runder Tisch“ gemeinsam mit Ärzten, Klinikleitung, Vertretern der Hospizgruppen, der Seelsorge und des Kreistages. Zuletzt war dem AK der neue Flyer zu verdanken, der über die hospizlichen Angebote informiert.
