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- 05.05.2026Tonio PasslickEmotionaler AbschiedMit sehr viel gegenseitiger Wertschätzung endeten Ende April die beiden geschlossenen Trauergruppen 25/26.

Seit Oktober 2025 haben wir uns regelmäßig mit zwei Gruppen zum Gespräch und Austausch in unserer Wirkstatt getroffen, insgesamt 12 Mal. Am 25. April hiess es Abschiednehmen, zumindest für uns Trauerbegleiterinnen von den beiden festen, geschlossenen Gruppen. Es war ein intensives, bewegtes halbes Jahr. Die Teilnehmenden haben uns und auch sich gegenseitig viel Vertrauen entgegengebracht.
Der Austausch im gemeinsamen Gespräch war geprägt von Verständnis und Respekt. Alle haben sich so angenommen wie sie sind, und damit die Grundlage für Vertrauen geschaffen. Sie haben sich aufeinander bezogen, sich gegenseitig Mut gemacht, besonders schwere Stunden auszuhalten, durchzuhalten, Kraft zu tanken und den persönlichen Weg durch die Trauer zugehen. Es wurden verschiedene Aspekte der Trauer beleuchtet und durch kreative Arbeiten vielleicht auch neue Ausdrucksmöglichkeiten erfahren. Am Ende wurden die Teilnehmenden ermutigt, ihre Kraftquellen und Stärken zu suchen und zu nutzen, um immer wieder aus der Traurigkeit herauszufinden.Es war ein emotionaler Abschied, mit Wehmut, Dank und Wertschätzung. Wir haben alle viel voneinander lernen dürfen und hoffen, dass wir uns vielleicht wieder mal begegnen: im Trauercafé, beim Trauer-Wandern oder sonst wo…!
Irène Passlick und Waltraud Bernhardt - 27.10.2025Tonio PasslickNeue Trauergruppen„Alles was schön ist, bleibt schön, auch wenn es welkt. Und unsre Liebe bleibt Liebe, auch wenn wir sterben.“ Schrieb Maxim Gorki. So ist es auch auf manchen Todesanzeigen zu lesen und an den Gedenktagen des Novembers zu hören. Tröstlich gemeint und wie ein kleiner Lichtstrahl in einer Zeit, die sich dem Trauernden wie ein Gürtel der Dunkelheit um die Seele zu pressen scheint. So dass Worte allein nicht reichen.

Am Samstag haben wieder zwei Trauergruppen begonnen. Die insgesamt zwölf Teilnehmer:innen haben in Vorgesprächen mit unseren Trauerbegleiterinnen Irène und Waltraud klären können, ob eine Gruppe mit Menschen, die ebenfalls einen geliebten Menschen verloren haben, in der eigenen Trauerarbeit unterstützend wirken könnte.
Oder ob man sich in Einzelgesprächen wohler fühlen würde. Am Anfang gehört Mut dazu, dann erwärmt sich das Interesse für die anderen, für deren Geschichte, Ängste, Verluste.
Etwa ein Drittel der 42 Sterbebegleiter:innen der Ambulanten Hospizgruppe Dreiländereck haben zusätzlich unterschiedlich strukturierte Ausbildungen für Trauerbegleitung absolviert. Manche haben verteilt auf vier Wochenenden ein Curriculum durchlaufen, das sich an den Qualitätsstandards des Bundesverbandes Trauerbegleitung orientiert und dabei fundierte Theorie durch kompetente Dozent:innen mit praxisorientierten Übungen und Selbsterfahrungen kombiniert. Manche noch viel intensiver während fünf ganzen Wochen in Ausbildungszentren mit namhaften Dozent:innen. Die Ambulante Hospizgruppe Dreiländereck finanziert solche Aus- und Weiterbildungen für die ehrenamtlichen Aktiven unter der Voraussetzung, dass diese zumindest eine Zeit lang aktiv bleiben.
Jede Trauerbegleitung ist anders, so wie jeder Mensch einzigartig ist. Jedes Schicksal unterscheidet sich vom anderen. Offen, zugewandt, zuhörend, aushaltend, intuitiv und empathisch zeigen die Trauerbegleiterinnen aktives und spürbares Interesse.
Oft wurde nach Trauergruppen die Resonanz als wertvolle Erfahrung widergespiegelt –die auch von den anderen Gruppenteilnehmer:innen gespürt und erfahren wurde. Das hören wir wiederum bei den Trauer-Wanderungen, die an jedem ersten Samstag im Monat von Marion und Regina, zwei anderen Trauerbegleiterinnen angeboten werden. Oder beim Trauercafé in der Wirkstatt an jedem letzten Freitag im Monat – begleitet von Irène und Koordinatorin Steffi.
Am Montag, ging es weiter. Und dann in größeren Zeitabständen bis ins Frühjahr hinein….



